Von Belgien über Asien in die Schweiz: Florence Junes hat in ihrer fast 30-jährigen Laufbahn unterschiedliche Vorstellungen von Schönheit kennengelernt. Heute leitet sie die Zahnmedizin bei Smile&Co. in Luzern. Ihre Überzeugung: Moderne Zahnmedizin sollte keine perfekten Einheitslächeln produzieren, sondern die natürliche Ausstrahlung eines Menschen bewahren.
Strahlend weisse Zähne, makellose Zahnreihen, ein symmetrisches Lächeln: Auf Social Media scheint es für schöne Zähne nur noch ein einziges Ideal zu geben. Doch ist ein perfektes Lächeln wirklich das schönste? Und wo liegt die Grenze zwischen sinnvoller Zahnkorrektur und übertriebenem Schönheitsstreben?
Für die Zahnärztin Florence Junes sind das Fragen, die weit über die klassische Zahnmedizin hinausgehen. Die medizinische Leiterin der Luzerner Zahnklinik Smile&Co. beschäftigt sich nicht nur mit Zahnfehlstellungen, Alignern und ästhetischer Zahnmedizin, sondern auch mit der Bedeutung des Lächelns für die Persönlichkeit und das Selbstbewusstsein.
«Ich finde es nicht schön, wenn alle Zähne unnatürlich weiss und perfekt sind. Die Persönlichkeit eines Menschen muss auch in seinem Lächeln erhalten bleiben. Manchmal braucht es gerade ein bisschen Unperfektes, damit ein Lächeln natürlich wirkt», sagt Junes.
Der unterschätzte Unterkiefer: Wie sich unser Lächeln im Alter verändert
Was viele nicht wissen: Mit zunehmendem Alter verändert sich auch unser Lächeln. Während sich Patienten bei Zahnkorrekturen meist auf die oberen Frontzähne konzentrieren, werden die unteren Zähne häufig unterschätzt.
«Die meisten Patienten schauen vor allem auf ihre oberen Frontzähne. Dabei sieht man mit zunehmendem Alter häufig immer mehr von den unteren Zähnen», erklärt Junes. Deshalb sei es wichtig, bei Zahnkorrekturen nicht nur einzelne Zähne, sondern die gesamte Zahnstellung zu berücksichtigen. «Es geht nicht nur darum, dass die Zähne schön aussehen. Auch der Biss muss stimmen und das Ergebnis langfristig funktionieren.»
Eine Zahnärztin mit internationalem Blick auf Schönheit
Die gebürtige Belgierin studierte Zahnmedizin an der Vrije Universiteit Brüssel und eröffnete bereits 2001 eine eigene Praxis in Antwerpen. Anschliessend arbeitete sie über ein
Jahrzehnt in Indonesien und Vietnam, bevor sie ihre Karriere in der Schweiz fortsetzte. Seit 2025 ist sie Zahnärztin und medizinische Leiterin bei Smile&Co. in Luzern.
Ihre internationale Erfahrung hat ihren Blick auf die Zahnmedizin geprägt. «In Asien habe ich erlebt, dass schöne Zähne auch ein Zeichen von Wohlstand sein können. In der Schweiz ist es vielen Patienten dagegen wichtig, dass eine Behandlung möglichst diskret erfolgt», erklärt Junes.

Wenn Zahnmedizin zur Lifestyle-Frage wird
Längst geht es beim Zahnarztbesuch nicht mehr ausschliesslich um Karies oder Zahnschmerzen. Ästhetische Behandlungen wie transparente Zahnschienen, sogenannte Aligner, oder hauchdünne Keramikschalen, Veneers gewinnen an Aufmerksamkeit. Gleichzeitig prägen soziale Medien die Vorstellungen von einem schönen Lächeln.
Junes setzt auf eine individuelle Beratung, bei der die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten sorgfältig abgewogen werden. Dazu gehören sowohl schonende Zahnkorrekturen als auch Veneers, die je nach Ausgangslage die passende Lösung sein können.
«Wenn eine junge Patientin sich ein Hollywood-Lächeln wünscht, schauen wir zunächst gemeinsam, welche Veränderungen sinnvoll sind. Oft lassen sich mit Alignern, kleinen Formkorrekturen oder Bleaching bereits sehr schöne Ergebnisse erzielen. In anderen Fällen können Veneers die geeignete Lösung sein. Entscheidend ist, die Behandlung auf die individuelle Situation abzustimmen und sorgfältig mit der vorhandenen Zahnsubstanz umzugehen.»
Bei Smile&Co. verbindet Junes moderne Technologien wie digitale 3D-Scans und transparente Aligner mit individueller Beratung. Entscheidend sei nicht, was technisch möglich ist, sondern welche Behandlung für den einzelnen Menschen sinnvoll ist.
Mehr Selbstbewusstsein statt Einheitslächeln
Für Junes ist ein Lächeln mehr als eine ästhetische Frage. Häufig möchten Patienten gar kein völlig neues Lächeln, sondern ihr früheres zurück. «Viele kommen mit einem Foto von sich selbst vor zehn Jahren und möchten wieder so aussehen. Dabei vergessen sie, dass sich auch unsere Zähne im Laufe des Lebens verändern.»
Wie individuell Schönheit sein kann, zeigt eine Begegnung mit einer 13-jährigen Patientin. Ihr Vater wollte, dass sie ihre Zahnlücke behält, weil sie diese von ihrer Mutter geerbt hatte. «Das fand ich wunderschön. Nicht jede Zahnlücke muss geschlossen werden. Manchmal ist sie einfach Teil der eigenen Persönlichkeit.»
Die Behandlungsplanung bei Smile&Co. folgt dabei einem klaren Ziel: ein natürlich schönes Lächeln, das zum Menschen passt. «Wir orientieren uns nicht an einem künstlich perfekten Lächeln aus einem computergenerierten Magazin. Wir planen jede Behandlung so, dass das Ergebnis mit dem Gesicht harmoniert und die persönliche Ausstrahlung erhalten bleibt», sagt Junes.
Smile&Co. ist eine Zahnklinik im Zentrum von Luzern mit Schwerpunkt auf moderner Kieferorthopädie und ästhetischer Zahnmedizin. Zum Angebot gehören transparente Aligner, Veneers, Kronen, Brücken, Dentalhygiene und Bleaching. Die Klinik kombiniert digitale
Behandlungsplanung und 3D-Technologie mit persönlicher zahnmedizinischer Betreuung. Die medizinische Leitung liegt bei Zahnärztin Florence Junes.

