Der Astronaut Paolo Nespoli blickt im Film „Beyond the Edge“ zum Jubiläum des Supersportwagens über den Horizont hinaus
Als der italienische Astronaut Paolo Nespoli 1969 die erste Mondlandung verfolgte, war er gerade einmal zwölf Jahre alt. Doch schon damals wusste er, dass er Astronaut werden wollte – ein prägender Moment in seinem Leben. Ein weiterer solcher Moment folgte 1971 mit der Vorstellung des Miura SV, dem glanzvollen Höhepunkt der Miura-Baureihe, die das technische Können und die Anziehungskraft der Marke Lamborghini eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Im Laufe seiner Karriere verbrachte Nespoli insgesamt 300 Tage im Weltraum. Er erlebte Beschleunigungen von mehr als 4 g und Geschwindigkeiten von über 27.500 km/h – Mensch und Maschine im gemeinsamen Kampf gegen die Grenzen der Physik, um die Welt aus einer völlig neuen Perspektive zu betrachten. „Ich hatte absolutes Vertrauen“, sagt Nespoli, „in mich selbst und in die Überzeugung, dass nichts unmöglich ist. Diesen Glauben braucht man, um Großes zu erreichen. Darauf basiert auch die Raumfahrtindustrie: auf einer klaren Vision und – insbesondere in den 1950er-, 1960er- und 1970er-Jahren – auf unverfälschter Ingenieurskunst. Als die Gebrüder Wright 1903 nur wenige Hundert Meter weit flogen, wer hätte sich vorstellen können, dass die Menschheit nur 66 Jahre später den Mond erreichen würde? Wir sind zum Mond geflogen, weil es schwierig war – nicht, weil es einfach war. Die NASA hat die Grenzen des Möglichen immer wieder neu definiert.“
Dieser Ansatz gilt ebenso für Lamborghini: Seit der Gründung von Automobili Lamborghini im Jahr 1963 hat das Unternehmen jede Herausforderung gemeistert. Bereits zwei Jahre später präsentierte die Marke den ersten Miura. Die kompromisslose Ingenieurskunst des Miura, sein wegweisendes technisches Konzept, seine Leistung, Performance und Schönheit entsprangen dem Bestreben von Lamborghini, die Grenzen des Vorstellbaren immer weiter zu verschieben. Der Miura ignorierte traditionelle Regeln und Konventionen – und markierte den Beginn der Ära der Supersportwagen. Mit der Präsentation des Miura SV im Jahr 1971 – Super Veloce bedeutet „superschnell“ – setzte Lamborghini erneut neue Maßstäbe im Segment der Supersportwagen.

„Der Miura SV ging über das Vorstellbare hinaus“, sinniert Nespoli. „Selbst 55 Jahre später spürt man noch die Kraft des Motors, das Zusammenspiel von Kupplung und Schaltung und wie die Leistung auf die Räder übertragen wird. Man spürt die Lenkung und zähmt die Kraft des Fahrzeugs. Ich bin fasziniert von Ingenieurskunst und Technologie. Mein Blick ist immer auf die Zukunft gerichtet, aber wenn ich den Miura SV fahre, fühle ich mich wieder jung.“
Paolo Nespoli und der Miura SV verbindet ein gemeinsames Vermächtnis: Beide haben durch technische Innovation Perspektiven verändert. Zwei Ikonen, die Erwartungen trotzten, Grenzen überwanden und den Mut hatten, über das Bekannte hinauszugehen.
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