Zwischen gotischen Türmen, barocken Kirchen, prächtigen Jugendstilfassaden und ehemaligen Industriehallen entfaltet die Stadt an der Moldau ein besonderes Flair für Design. Prag blickt dabei schon auf eine Jahrhunderte alte Handwerkskunst zurück und hat sich nach der Samtenen Revolution 1989 zu einem der wichtigsten Kreativorte Europas entwickelt.
Autor: Detlef Berg
Für an Design interessierte Besucher ist das Almanac X Alcron als Unterkunft geeignet. Das Hotel liegt zentral in der Stadt und nur wenige Schritte vom Wenzelsplatz entfernt. Hinter einer unscheinbaren Fassade des 1932 nach Plänen des Architekten Alois Krofta erbauten Gebäudes verbergen sich 204 frisch renovierte Zimmer und Suiten, die behutsam Stilelemente des Art Deco mit zeitgemäßem Komfort verbinden. Auffälligstes Detail sind die ikonischen Marmortreppen mit geschwungenen Handläufen aus Messing. Diese Kulisse ist oft Schauplatz von Filmaufnahmen, und auch Modedesigner präsentieren ihre Arbeiten gern vor diesem Hintergrund. Auch die Bar zeichnet sich durch zahlreiche Art Deco-Elemente aus, ergänzt durch Bilder zeitgenössischer Künstler. Und gute Drinks gibt es natürlich auch.

Das Hotel ist auch Partner von DesignBlok, einer der größten Design-Messen Europas. Es gibt Show-Räume im Haus, und überall finden sich Installationen von Linda Prohaska, die sich das ganze Jahr über in die Gestaltung des Hotels einbringt.

Gleich gegenüber vom Hotel können an moderner Kunst Interessierte ein Werk von David Cerny entdecken. In der Lucerna Passage ist ein kopfüber von der Decke hängendes Pferd zu sehen, auf dessen Bauch ein stolzer Reiter sitzt. Die Skulptur ist David Cerny zu verdanken, dem wohl bekanntesten Künstler der Stadt. Seinen beweglichen Kafka-Kopf kennt wohl jeder Prager, und er wird in jedem Reiseführer erwähnt. Weniger bekannt ist sein Musoleum, das in einer ehemaligen Brennerei im Stadtbezirk Smichov auf fünf Stockwerken provokante Kunstwerke von Cerny ausstellt.

Interessant sind auch die zahlreichen Sonderausstellungen wie die in der Reitschule auf der Prager Burg, wo noch bis zum 17. Januar 2027 Exponate zu sehen sind, die in der Amtszeit von Vaclav Havel entstanden. Und im Kunstgewerbemuseum können noch bis zum 17.11. Retro-Leuchten aus der Tschechoslowakei aus den Jahren von 1950 bis 1980 bestaunt werden. Spannend!
WWW.ALMANACHOTELS.COM; WWW.MUSOLEUM.CZ; WWW.DESIGNBLOK.CZ;

