ANDREJ GRONAU „Room For Play“
Komfort als Selbstbewusstsein und Privatsphäre als Stärke forderte die Kollektion “Room for Play” von Andrej Gronau, die passend dazu in einem intimen, häuslichen Setting einer Charlottenburger Altbauwohnung stattfand. Die Pieces waren vorrangig aus Stoffen gefertigt, die üblicherweise dem Zuhause vorbehalten sind, hier jedoch für die Aussenwelt sichtbar und tragbar wurden. Shorts und Röcke aus Brokat trafen auf French Terry und Velours, Oberteile mit Blumenprint erinnerten an alte Tapeten und Hoodies in Überlänge waren wie Vorhänge drapiert.
LOU DE BÈTOLY
Als die Gäst:innen am Rathaus Schöneberg eintrafen, um die Show von Lou de Bètoly zu sehen, ging auf dem Vorplatz gerade der wöchentliche Flohmarkt zu Ende. Es sind Märkte wie diese, auf denen die Designerin die Stoffe und Materialien fand, aus denen in aufwendiger Dekonstruktion ihre Kollektion entstand: BHs und Tausende von Knöpfen gaben Kleidern, Oberteilen und Leggins ihre Form, Garnreste wurden zu dekorativen Fransen, und Vintage-Taschen verwandelten sich in Tops und Röcke. So stellte die Designerin nicht nur einmal mehr ihr Savoir-faire unter Beweis, sondern schloss auch den Kreis aus Handel und Handwerk, der ihre Arbeit entscheidend prägt.
SF1OG
Wer sind wir, wenn niemand hinsieht? Diese Frage untersuchte die neue Kollektion von SF1OG, die sich mit der Spannung zwischen dem Verborgenen und dem Sichtbaren auseinandersetze. In einem Setting angelehnt an ein Kaiserpanorama – ein Schaugeschäft, das um die Wende zum 20. Jahrhundert populär wurde – präsentierte das Label eine vom viktorianischen Zeitalter inspirierte Modekollektion, etwa in den Jacken, die den Silhouetten viktorianischer Trauerkleider nachempfunden waren. Darüber hinaus spielte das Label mit Layering-Techniken, die den Körper mal freilegten, mal vollständig umhüllten.
ORANGE CULTURE
Die Kollektion „Backyards of Memory“ von Orange Culture ist als Fortsetzung der vorherigen zu verstehen, die der verstorbenen Mutter des Designers Adebayo Okelawal gewidmet war. In den aktuellen Designs verarbeitet der Designer Themen wie Nostalgie, Kindheit und Orte – etwa Hinterhöfe -, die uns über Jahre hinweg prägen. Der Fokus lag auf Handarbeit und besonderen Texturen, vor allem zu sehen in den zahlreichen Ton-in-Ton-Looks, Kleidern aus Makramée und Crochet, handgefärbten Stoffen, farbenfrohen Prints, Fransen-Sweatern, von Hand plissierten Schlaghosen sowie gewebten Accessoires.
MARC CAIN
Marc Cain Sports präsentierte am Freitagabend mit „Echo of Now“ eine Kollektion, die zeitgemäße Lässigkeit als Ausdruck urbaner Souveränität versteht. Lässiger Chic trifft auf moderne Leichtigkeit und eine stille, zeitlose Eleganz. Harmonisch abgestimmte Farbwelten aus Beige, Champagner, Grau und Eisblau werden durch gezielte Akzente in Neon Mint, Grün und Pink aufgebrochen.
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