Die Erfindung des Tintenchronographen und die Akademie der Wissenschaften in Paris
Die Geschichte des Montblanc Star Legacy Nicolas Rieussec Zeitmessers begann am Samstag, dem 1. September 1821, als Nicolas Rieussec (1781–1866) seine Erfindung zur Zeitmessung erstmals bei einem Pferderennen testete. Sein Gerät zeichnete die genauen Zeiten aller Pferde beim Überqueren der Ziellinie auf und schrieb so buchstäblich die Zeit auf. So entstand der Begriff „Chronograph“. Rieussec war nicht nur der sechste Uhrmacher des Königs von Frankreich, sondern auch ein Geschäftsmann mit einem Gespür für gute Gelegenheiten. Pferderennen waren im Paris der damaligen Zeit ein großes Geschäft und die Möglichkeit, die Gewinner wissenschaftlich fundiert zu bestimmen, bedeutete einen Wendepunkt für den Sport.
Montblanc präsentiert die aus elegantem 750er Roségold gefertigte Star Legacy Nicolas Rieussec Chronograph Limited Edition 100: DerMonopusher Chronograph mit 24-Stunden-Dual-Time-Komplikation und Datumsanzeige ist von Rieussecs bahnbrechender Erfindung und der Stadt Paris, in der diese zum Leben erweckt wurde, inspiriert.
Wie funktionierte das Gerät von Nicolas Rieussec?
Das von Nicolas Rieussec entwickelte Gerät nutzte eine fixierte Feder, die jedes Mal, wenn ein Pferd die Ziellinie überquerte, auf zwei rotierenden Scheiben (für die Minuten und die Sekunden) eine Markierung hinterließ. Seine Erfindung war ein voller Erfolg. Einige Wochen später stellte er sie der französischen Wissenschaftsakademie in Paris vor. Dort zeigte man sich fasziniert und gab dem Zeitmesser die neue Bezeichnung „Chronograph“, eine Kombination der griechischen Wörter chronos (Zeit) und graphein (schreiben). Mit seiner Erfindung des ersten Tintenchronographen sicherte sich Nicolas Rieussec seinen Platz in der Geschichte der edlen Uhrmacherkunst.
Auf den Spuren des Nicolas-Rieussec-Archivs in Paris
Das mit Leuchtelementen verzierte Zifferblatt des Montblanc Star Legacy Nicolas Rieussec Chronographen zeigt handschriftliche Auszüge aus dem Patentdokument, die Silhouette der Akademie, eine technische Zeichnung des Tintenzeigers, der im ursprünglichen „Tintenchronographen“ zum Einsatz kam, sowie Rieussecs Unterschrift nahe der Zifferblattmitte. Diese leuchtenden Details würdigen zugleich die Tradition von Montblanc im Bereich der Schreibkunst.
Neben der roségoldfarbenen Zifferblattumrandung (Rehaut) befinden sich zwei Reliefs: eines bei 10 Uhr mit der Aufschrift „Compteur de Mr Rieussec“, dem offiziellen, im Archiv hinterlegten Namen des Geräts, und eines bei 2 Uhr mit dem Datum und dem Ort der Patentanmeldung: „Paris, le 15 Octobre 1821“.
Ein komplexer Monopusher Chronograph
Der Montblanc Star Legacy Nicolas Rieussec Chronograph Limited Edition 100 ist von Rieussecs Chronographen aus dem Jahr 1821 inspiriert. Die beiden kleinen Chronograph-Zifferblätter der Uhr (ein 60-Sekunden-Zähler bei 8 Uhr und ein 30-Minuten-Zähler bei 4 Uhr) sind mit rotierenden, gewölbten Scheiben ausgestattet. Zwischen diesen Scheiben befindet sich eine horizontal angeordnete Brücke aus gebläutem Stahl, die als Zeiger fungiert. Diese Konfiguration bildet das Layout von Rieussecs ursprünglichem Chronographen originalgetreu nach.
Die beiden Zeitzonen werden auf dem nicht konzentrischen Hauptzifferblatt angezeigt – mit einer Tag- und Nachtanzeige bei 9 Uhr und einem skelettierten Stundenzeiger, der unabhängig vom Hauptstundenzeiger eingestellt werden kann oder sich bei Betrieb in einer einzigen Zeitzone elegant hinter diesem verbirgt. Die rosévergoldeten Blattzeiger harmonieren perfekt mit den goldfarbenen Wellenkappen der kleinen Zifferblätter sowie mit dem architektonisch gestalteten, aufgesetzten Rahmen des Datumsfensters bei 6 Uhr.
Eine harmonische, manufakturintern entwickelte Komplikation
Das Herzstück der Montblanc Star Legacy Nicolas Rieussec Limited Edition 100 ist das manufakturintern hergestellte Kaliber MB R200. Dieses automatische Uhrwerk verfügt über einen Monopusher Chronographen, eine zweite Zeitzone sowie doppelte Federhäuser mit einer Gangreserve von 72 Stunden – eine Konfiguration, die durch Symmetrie und erstklassige Verarbeitung besticht.
Das durch den Saphierglas-Gehäuseboden sichtbare Uhrwerk MB R200 besticht durch elegant geschwungene Brücken, die das Räderwerk und die Hemmung tragen. Jede Brücke ist mit sichtbaren Lagersteinen, großen gebläuten Schrauben und Genfer Streifen verziert. Der skelettierte Rotor mit automatischem Aufzug ist mit dem Montblanc Emblem aus dem Jahr 1913 und einer Grain d’orge-Gravur versehen.
Gehäuse aus Roségold
Das vollständig polierte Gehäuse aus 750er Roségold hat einen Durchmesser von 43 mm. Die geschwungenen Bandanstöße weisen eine „abgestufte“ Architektur auf, und die zwiebelförmige Krone verleiht der Uhr einen traditionellen Touch, der an die Ära der Taschenuhren erinnert. Eine vollständig polierte Lünette rundet das Design ab und rückt das aufwendige Zifferblatt in den Mittelpunkt. Der aus Saphirglas gefertigte Gehäuseboden gewährt einen direkten Blick auf das Kaliber MB R200.
Ein Armband zu Ehren von Paris und der Erfindung des Tintenchronographen
Das schwarze Kalbslederarmband mit farblich abgestimmten Nähten verfügt über eine spitz zulaufende Silhouette, die an die Form einer Montblanc Feder erinnert. Dieses Detail ist zudem von der Feder inspiriert, die in Rieussecs „Tintenchronographen“ aus dem Jahr 1821 verwendet wurde.
Auf der Rückseite des Armbands sind Ausschnitte einer Karte von Paris aus dem Jahr 1821 mit einer Reihe bedeutender Sehenswürdigkeiten abgebildet. Dazu gehören die Kathedrale Notre-Dame, die Seine im Zentrum der Stadt, die Rue du Marché-Palu 14, in der Rieussec zwischen 1805 und 1817 seine Werkstatt hatte, sowie die Rue Neuve des Petits Champs 13, wo Rieussec während der Patentanmeldung für seinen Chronographen arbeitete. Im oberen Teil des Armbands sind der Champ de Mars, auf dem am 1. September 1821 das berühmte Pferderennen stattfand, sowie die École Militaire, die zentrale Militärschule Frankreichs, zu sehen.
Die Uhr kostet: 31.500€.
