Mit der Tambour Convergence Guilloché vertieft Louis Vuitton seine Ambitionen in der Haute Horlogerie und rückt eine der traditionsreichsten dekorativen Techniken der Uhrmacherei ins Zentrum: das handgedrehte Guillochage. Das neue Modell wurde vollständig in den Genfer Ateliers von La Fabrique du Temps Louis Vuitton gefertigt, montiert und veredelt – und versteht sich als Hommage an kunsthandwerkliche Exzellenz.
Die Tambour Convergence Guilloché ist bereits das dritte Modell der Convergence-Linie und erscheint exakt ein Jahr nach deren Premiere auf der LVMH Watch Week 2025. Charakteristisch für die Kollektion ist die breite, aus Edelmetall gefertigte Frontplatte, die hier als Leinwand für Métiers d’Art dient.
Zeit neu gedacht
Die 2025 lancierte Tambour Convergence markierte einen Meilenstein in der Uhrengeschichte des Hauses: Erstmals wurde eine Kollektion vollständig in der einheitlichen Designsprache der Genfer Ateliers entwickelt. Gleichzeitig feierte mit dem Kaliber LFT MA01.01 das erste vollständig intern konzipierte Automatikwerk von La Fabrique du Temps Louis Vuitton Premiere.
Auch gestalterisch bricht die Convergence mit Konventionen. Stunden und Minuten werden über zwei rotierende Scheiben angezeigt, sichtbar durch ein gewölbtes Guichet-Fenster mit skulpturalen Konturen. Die Ablesung erfolgt intuitiv über eine zentrale, rautenförmige Markierung. Inspiration liefert dabei das architektonische Erbe des Hauses – konkret Elemente aus dem Familienanwesen in Asnières. Vergangenheit und Gegenwart verschmelzen zu einer zeitgenössischen Interpretation von Zeit.
Handwerk auf höchstem Niveau
Die Tambour Convergence Guilloché vereint zwei unterschiedliche Formen des handgedrehten Guillochage. Auf der roségoldenen Oberfläche des Gehäuses entfaltet sich zunächst ein Kranz konzentrischer Wellen, während vom Zentrum des Zifferblattfensters strahlenförmige Linien ausgehen. Die leicht gewölbte Form des Gehäuses verleiht dem Dekor zusätzliche Tiefe und ein aussergewöhnliches Spiel aus Licht und Schatten.
Gefertigt wird das Guillochage in der hauseigenen La Fabrique des Arts, wo restaurierte Maschinen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert zum Einsatz kommen. Jede einzelne wurde über rund ein Jahr hinweg instand gesetzt. Die Arbeit verlangt höchste Präzision: Sehen, Tasten und kontinuierliche Feinjustierung bestimmen den Prozess, insbesondere bei der Bearbeitung gekrümmter Oberflächen. Schon kleinste Abweichungen würden die optische Harmonie des Musters stören.
Für das finale Design kommen zwei historische Drehmaschinen zum Einsatz: eine Rosettenmaschine von 1850 für die umlaufenden Wellen sowie eine Linear-Drehbank von 1935 für das zentrale Strahlenmotiv. Mehr als zwanzig Prototypen und sechs Monate Entwicklungszeit waren nötig, bis Linienführung, Tiefe und Lichtreflexion den hohen Ansprüchen der Uhrmacher und von Artistic Director Matthieu Hegi entsprachen. Rund 16 Stunden reine Gravurarbeit fliessen in jedes einzelne Gehäuse.
Mechanische Eleganz
Im Inneren arbeitet das Automatikwerk LFT MA01.01 mit einer Frequenz von 4 Hz (28.800 Halbschwingungen pro Stunde) und einer Gangreserve von 45 Stunden. Der Rotor aus 18 Karat Roségold wurde in Gewicht und Geometrie optimiert, um einen effizienten Aufzug im Alltag zu gewährleisten. Sandgestrahlte Brücken, polierte Fasen und transparente Lagersteine setzen bewusste moderne Akzente.
Das Gehäuse misst 37 Millimeter im Durchmesser bei nur 8 Millimetern Höhe und liegt dank sanft gewölbter Flanken besonders flach am Handgelenk. Neu gestaltete Bandanstösse mit polierten und mikrogestrahlten Flächen unterstreichen die architektonische Klarheit der Convergence-Linie.
Handwerk trifft Zukunft
Die Tambour Convergence Guilloché steht exemplarisch für Louis Vuittons Uhrmacherphilosophie: tief verwurzelt im traditionellen Savoir-faire, zugleich offen für zeitgenössische Technik und Gestaltung. Sie ist Ausdruck eines Hauses, das Métiers d’Art nicht als Zitat der Vergangenheit versteht, sondern als integralen Bestandteil einer modernen, eigenständigen Uhrmacherkultur.
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