EINE NEUINTERPRETATION MIT EINER DIGITALEN ZEITANZEIGE, UMRAHMT VON EINEM DUNKELBLAUEN STERNENHIMMEL
Nach der Einführung der Reverso Tribute Nonantième „Enamel“ anlässlich des 90-jährigen Jubiläums der Reverso im Jahr 2021 präsentiert Jaeger-LeCoultre heute einen neuen Ausdruck des Zeitmessers aus 18 Karat Rotgold mit einem eleganten grauen Zifferblatt mit Sonnenschliff und einer dekorativen Emaillierung auf der Rückseite. Die in einer limitierten Auflage von 90 Exemplaren erscheinende Neuinterpretation stellt einmal mehr das kontinuierliche Streben der Grande Maison nach technischer Innovation in Kombination mit zeitlosem Design und feinster Handwerkskunst unter Beweis.
VOM POLOFELD ZUR HAUTE HORLOGERIE – EINE IKONE GEHT IHREN WEG
Die 1931 entwickelte Reverso wurde einst konzipiert, um die Bedürfnisse der neuen sportlichen Gentlemen zu erfüllen. In der Zeit von Britisch-Indien (1858-1947) stellten Polo spielende Offiziere die Uhrmacher vor die Herausforderung, eine Uhr zu entwickeln, die den Beanspruchungen auf dem Polofeld standhielt. Das war die Geburtsstunde der Reverso, einer meisterhaften Kombination von Form und Funktion. Schnell erfreute sich die Reverso unter Feingeistern aus aller Welt grosser Beliebtheit und erschien in zahlreichen Ausführungen für Herren und Damen, bei denen der sportliche Aspekt nicht mehr zwingend im Vordergrund stand. Geblieben sind jedoch ihr doppelseitiges Gehäuse (historisches Patent CH159982) und ihre markanten Art déco-Linien, die aus der Reverso eine der charakteristischsten Armbanduhren der Welt machen.
Die Reverso war das Ergebnis einer perfekten Ausgewogenheit von Stil und Funktion. So war sie nicht nur in der Stilsprache des Art déco verankert, sondern verkörperte auch eine mechanische Revolution, die der Kompetenz der Grande Maison zu verdanken war. Von Anfang an wurden die Kaliber der Reverso so geformt, dass sie sich den Kurven des rechteckigen Gehäuses anpassten – eine geniale Lösung, um den verfügbaren Platz optimal zu nutzen und dem Kaliber eine maximale Präzision zu schenken. 1931 galt dies als wahre Revolution in der Haute Horlogerie: ein ungewöhnliches rechteckiges Gehäuse, angetrieben von formspezifischen Kalibern, eingebettet in einen spezifischen Gehäusering zum Schutz vor Erschütterungen, Feuchtigkeit und der verstreichenden Zeit.
Diese technische Herausforderung, der sich die Manufaktur annahm, erreichte zu Beginn der 1990er-Jahre ihren Gipfel, als Jaeger-LeCoultre die Reverso mit großen Komplikationen ausstattete. Die Reverso Soixantième, die 1991 zum 60-jährigen Jubiläum der Uhrenikone erschien, wies eine Gangreserveanzeige und ein Datum auf. Eine weitere Premiere war der Saphirglasboden, durch den sich der mechanische Schatz im Inneren bewundern liess. Im Laufe des darauffolgenden Jahrzehnts wurden fünf der großen klassischen Komplikationen in Form einer innovativen Uhrwerkarchitektur neu interpretiert, die sich in das rechteckige Gehäuse der Reverso fügte. 2001, zum Abschluss einer weiteren Dekade, wurde die Reverso Septantième vorgestellt.
2021 entwickelte Jaeger-LeCoultre schliesslich die Reverso Tribute Nonantième zum 90. Jahrestag der Geburt der Reverso. Jener Zeitmesser verlieh der Reverso eine frische, spannende Stilsprache und zeigte einige der bekanntesten Komplikationen der Uhrmacherkunst von einer ganz neuen Seite.
EINE NEUE FARBE FÜR DAS VORDERE ZIFFERBLATT, EMAIL UND LACK FÜR DIE RÜCKSEITE
Die Neuinterpretation der Reverso Tribute Nonantième „Enamel“ ist mit einem eleganten grauen Zifferblatt mit Sonnenschliff und einer reich verzierten Rückseite versehen. Die Schlichtheit der Reverso Tribute Ikonografie – längliche, applizierte Indizes, Dauphinezeiger und ein „Chemin de Fer“-Minutenring – lenkt die Aufmerksamkeit auf die Komplikationen. Das Grossdatum bei 12 Uhr wird von einem applizierten, rotgoldenen Rahmen hervorgehoben, der die rechteckige Form von Gehäuse und Zifferblatt aufgreift. In der unteren Hälfte des Zifferblatts ist innerhalb des kleinen Sekundenzählers eine Mondphasenanzeige vor einem sternbesetzten, dunkelblauen Hintergrund zu sehen. Auch wenn die Farben dieser Details das Farbschema des rückseitigen Zifferblatts widerspiegeln, lässt die klassisch elegante Ästhetik keinesfalls vermuten, welche Überraschung sich auf der anderen Seite des Wendegehäuses verbirgt.
Auf der Rückseite der Nonantième kommen, umrahmt von einem wunderschönen Sternenhimmel, komplexe und visuell attraktive Anzeigen zum Vorschein. Das Zifferblatt umfasst zwei runde Öffnungen von unterschiedlicher Größe, die einander überschneiden und in Form einer Acht angeordnet sind. Diese Form ist von Godrons umgeben, die ihre Pendants an den oberen und unteren Rändern des Gehäuses widerspiegeln. Die kleine obere Öffnung zeigt eine halb springende, digitale Stundenanzeige vor einem weissen Hintergrund. Unter der Stundenanzeige werden die Minuten auf einer rotierenden Scheibe in einer grossen Öffnung angezeigt. Die Scheibe wird teilweise von einer blau lackierten Dreiviertelplatine verdeckt. Zur Darstellung des Nachthimmels wurden winzige rotgoldene Sterne auf die Lackoberfläche gedruckt. In einem kleineren Kreis in der Mitte sind eine polierte Sonne und ein Mond zu sehen, die mit ihrem Lauf am Horizont Auskunft über Tag und Nacht geben. Der Halbkreis unter dem Horizont wurde mit guillochierten Sonnenstrahlen verziert, und die gesamte untere Öffnung befindet sich in einem kreisförmigen Rahmen aus 18 Karat Rotgoldperlen.
Die grössere Oberfläche rund um die Anzeigen – auf der originalen Nonantième eine ununterbrochene Fläche aus Rotgold – wurde in einen Nachthimmel aus mehreren Schichten dunkelblauen Emails mit einem Meer aus Sternen verwandelt. Die Breiten- und Längengrade wurden mit einem handgeführten Laser eingraviert, um das darunter liegende Rotgold des Gehäuses zutage treten zu lassen.
KLASSISCHE KOMPLIKATIONEN DURCH MECHANISCHE INNOVATION NEU ERFUNDEN
Das Kaliber 826, das aus 243 Komponenten besteht und auf beiden Zifferblättern der Uhr die gleiche Uhrzeit anzeigt, wurde eigens für die Reverso Tribute Nonantième „Enamel“ konzipiert und vollständig hauseigen entwickelt, hergestellt und montiert. Hinsichtlich der Philosophie der Grande Maison, Uhrwerke zu schaffen, die eng an die Form der Gehäuse angelehnt sind, stellt die rechteckige Reverso eine besondere Herausforderung dar, vor allem wenn sie Komplikationen erhalten soll, die traditionell für runde Uhrwerke erdacht wurden. Um das Grossdatum auf dem begrenzten Raum des oberen Zifferblatts unterbringen zu können, entwickelten die Ingenieure von Jaeger-LeCoultre 2021 einen völlig neuen Mechanismus mit zwei kleinen, Seite an Seite liegenden Scheiben (eine für die Ziffern 1 bis 9 und eine für die 10er, 20er und 30er) anstelle der üblichen „übereinander liegenden“ Datumsscheiben. Sobald das Datum die einstelligen Tage durchlaufen hat, zieht ein winziger Haken an der ersten Scheibe die zweite Scheibe mit, um zweistellige Zahlen entstehen zu lassen (10., 11., 12. usw.). Diese patentierte Erfindung hat den zusätzlichen optischen Vorteil, dass beide Ziffern des Datums auf der gleichen und nicht auf zwei unterschiedlichen Ebenen angezeigt werden.
Obwohl die Grande Maison die digitale Stundenanzeige bereits in den 1930er-Jahren in einige Kaliber integrierte, kam diese Funktion in den vergangenen Jahrzehnten nur selten zum Einsatz. Bezüglich der Anzeige entschieden sich die Ingenieure von Jaeger-LeCoultre für eine halb springende Stunde anstatt eines augenblicklich umspringenden Mechanismus, um einen eleganteren graduellen Übergang zu ermöglichen. Diese Wahl ist aufgrund des hohen und plötzlichen Energiebedarfs einer augenblicklich umspringenden Funktion auch für die Gangreserve von Vorteil.
Diese in einer limitierten Auflage von 90 Exemplaren angebotene Neuinterpretation der Reverso Tribute Nonantième „Enamel“ unterstreicht die Zeitlosigkeit und die Vielseitigkeit der Reverso und betont ausserdem das andauernde Engagement der Grande Maison für Handwerkskunst, Kreativität, mechanische Innovation und Exzellenz.
Für weitere Informationen besuchen Sie:
https://www.jaeger-lecoultre.com/