Mit „Into the Horsescape“ präsentiert Hermès seine neunte Haute-Bijouterie-Kollektion und widmet sich einmal mehr jenem Motiv, das die Geschichte des Hauses seit seiner Gründung prägt: dem Pferd. Kreativdirektor Pierre Hardy übersetzt dessen Symbolik jedoch nicht in offensichtliche Darstellungen, sondern in abstrakte Formen, Materialien und Bewegungen. Das Pferd bleibt nahezu unsichtbar – und ist dennoch in jedem Schmuckstück präsent.

Die Kollektion umfasst insgesamt 90 Kreationen und verbindet die Welt des Reitsports mit aussergewöhnlicher Juwelierskunst. Inspirationsquellen sind unter anderem Trensen, Steigbügel, Lassos, Hufeisen, Sättel und Schmiedenägel, die ihre ursprüngliche Funktion hinter sich lassen und als elegante Schmuckobjekte neu interpretiert werden. Charakteristisch sind fliessende Linien, raffinierte Gelenkkonstruktionen sowie Verschlüsse, die nahezu unsichtbar in das Design integriert sind und den Schmuck wie selbstverständlich mit dem Körper verschmelzen lassen.

Besonderes Augenmerk gilt den aussergewöhnlichen Edelsteinen. Intensive Smaragde, seltene braune und orangefarbene Diamanten, schwarze Jade, Turmaline, Mondsteine, Quarz und Spinelle verleihen den Schmuckstücken ihre individuelle Ausstrahlung. Dabei dienen die Farben nicht allein der Ästhetik: Schwarze Jade erinnert an Hufe, warme Roségoldtöne und braune Diamanten an das Fell eines Pferdes, während vollständig mit Diamanten besetzte Weiss- und Roségoldkreationen das Licht selbst zum Gestaltungselement machen.

Die einzelnen Linien greifen unterschiedliche Aspekte der Reitkultur auf. Étreintes interpretiert die geschwungenen Formen von Trensengebissen mit eindrucksvollen Smaragden neu, während Lasso Disco die Dynamik eines Lassos mithilfe präzise gesetzter Baguette-Diamanten einfängt. Étriers widmet sich dem Steigbügel als funktionalem Objekt und kombiniert ihn mit Mondsteinen, Tigerauge und Opalen. Sellette wiederum entstand nach dem Vorbild eines historischen Miniatursattels aus der Émile-Hermès-Sammlung und verbindet Gold, Diamanten sowie satiniertes Titan mit schwarzer Keramikbeschichtung.

Auch weitere Linien erzählen von der engen Verbindung zwischen Hermès und dem Pferd. Attelage d’Or greift Elemente von Zaumzeug und Geschirr auf, Centaure abstrahiert die Form eines Pferdehufs, während Galop Hermès den Pferdekopf erstmals deutlich figurativ erscheinen lässt. Clou de Forge Lumière verwandelt den Schmiedenagel eines Hufeisens in ein strahlendes Schmuckmotiv, und Cavale spielt mit den Licht- und Schattenverläufen von Lederriemen. Als Hommage an die erste Haute-Bijouterie-Kollektion des Hauses interpretiert Fouet Double Tourschliesslich die Form einer Reitgerte neu.

Für Pierre Hardy steht dabei weniger der einzelne Edelstein als vielmehr die Gesamtwirkung eines Schmuckstücks im Mittelpunkt. Die Steine seien Farben, mit denen sich gestalten lasse – entscheidend sei ihr Zusammenspiel mit Form, Material und Bewegung. Zugleich versteht Hardy die Kollektion als eine poetische Erzählung über Hermès selbst: über das Verhältnis des Hauses zu Zeit, Handwerk und Material sowie über die Fähigkeit, alltägliche Gegenstände in aussergewöhnliche Schmuckkreationen zu verwandeln.

Für weitere Informationen besuchen Sie:

https://www.hermes.com/

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