Hermès hat am 16. Juni 2026 seine neue Maison an der 166 New Bond Street in London eröffnet. Mit dem neuen Standort erhält die britische Hauptstadt die weltweit sechste Hermès-Maison und reiht sich damit neben die ikonischen Häuser in Paris, New York City, Tokio, Seoul und Shanghai ein. Auf fast 2’000 Quadratmetern vereint das französische Luxushaus sechs historische Gebäude zu einem einzigen, weitläufigen Einkaufserlebnis.
Die neue Maison Bond Street ist bereits die vierte Adresse von Hermès in London und versteht sich als Hommage an die britische Kultur. «Eine Hommage an die britische Kultur von einem französischen Haus», beschreibt Pierre-Alexis Dumas, Artistic Director von Hermès, das Konzept.
Das Ensemble erstreckt sich über fünf Etagen und umfasst insgesamt 55 individuell gestaltete Räume. Verantwortlich für die Architektur zeichnet die Pariser Agentur RDAI, während das renommierte Architekturbüro Foster + Partnersunter der Leitung von Norman Foster das zentrale Atrium mit einer neuen Glas-Stahl-Konstruktion und einer markanten Wendeltreppe gestaltete.
Zwischen Geschichte und Moderne
Besucherinnen und Besucher betreten die Maison durch eine sieben Meter hohe Fassade und gelangen zunächst in die Welt der berühmten Hermès-Seidentücher. Von dort führt der Weg in ein lichtdurchflutetes Atrium, das als Herzstück des Hauses dient. Die Innenräume verbinden historische Elemente mit zeitgenössischem Design und laden dazu ein, die unterschiedlichen Universen der Marke zu entdecken.
Mehr als 500 eigens ausgewählte Kunstwerke prägen die Atmosphäre des Hauses. Zu den Höhepunkten zählt eine speziell für die Eröffnung geschaffene Pferdeskulptur der britischen Künstlerin Jessica Wetherly, die an die enge Verbindung von Hermès zur Reitwelt erinnert.
Sechzehn Handwerkswelten unter einem Dach
Die Maison präsentiert sämtliche 16 Métiers des Hauses. Auf den verschiedenen Etagen finden sich Bereiche für Lederwaren, Schmuck, Uhren, Mode, Beauty, Düfte, Wohnaccessoires sowie die Reitsportkollektionen. Für die Eröffnung wurden zudem exklusive Sondereditionen entwickelt, darunter Lederwaren, Carrés, Schmuckstücke, Uhren und Kreationen der Ateliers Horizons.
Besonderes Augenmerk liegt auf dem handwerklichen Erbe der Marke. Im dritten Stock arbeiten Hermès-Lederhandwerker direkt vor Ort und demonstrieren die Philosophie des Hauses: Produkte zu schaffen, die repariert, weitergegeben und über Generationen hinweg genutzt werden können.
Ein Dachgarten über London
Den Abschluss bildet die vierte Etage, die der Émile-Hermès-Sammlung gewidmet ist und an die private Sammlung im historischen Stammhaus an der 24 Faubourg Saint-Honoré in Paris erinnert. Ergänzt wird der Bereich durch exklusive Dachterrassen und zwei miteinander verbundene Dachgärten mit Blick über London.
Mit der neuen Maison setzt Hermès ein weiteres Zeichen für seine langfristige Präsenz im Vereinigten Königreich. Die Beziehung zwischen dem französischen Traditionshaus und London reicht bis ins Jahr 1927 zurück, als Hermès-Produkte erstmals durch Handelsreisende auf den britischen Markt gelangten. Heute soll die Maison Bond Street nicht nur Boutique sein, sondern ein Ort der Begegnung, Kreativität und des kulturellen Austauschs.
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